Der kleine Tod – Orgasmus, Höhepunkt und Extase

Während des Orgasmus, der im Schnitt nur ca. 5 Sekunden lang dauert, laufen sehr komplexe Vorgänge im Körper ab. Es kommt zu Muskelkontraktionen und Blutansammlungen im Genitalbereich. Herz- Puls- und Atemfrequenz erhöhen sich. Die Brüste schwellen an und die kleinen Schamlippen werden dunkelrot. Bei Frauen verengt sich dabei die Möse, Männer ejakulieren meistens. Der Mann kann allerdings auch ohne Ejakulation einen Orgasmus erleben, aber nie ohne Orgasmus eine Ejakulation. Wenn er kommt, dann in mehreren kleinen Schüben um sein Sperma abzuspritzen.

Frauen täuschen häufig Orgasmen vor um Ihrem Sexpartner das Gefühl zu geben das er gut ist. Viele Männer glauben daran, dass sie ihren Partnerinnen einen Höhepunkt verschaffen, als Frauen durch Geschlechtsverkehr auch tatsächlich zum Orgasmus kommen – denn das sind nur knapp 30 Prozent. Wenn die Frau beim Sex einen Orgasmus hat, wird sie auch leichter schwanger, da die dabei hervorgerufenen Kontraktionen die Spermien regelrecht in die Gebärmutter – in ein befruchtungsfähiges Ei – hineinsaugen. Nur wenige Frauen sind überhaupt in der Lage, multiple (mehrere hintereinander) Orgasmen zu erleben. Studien haben gezeigt , dass der dritte Orgasmus von Frauen als am schönsten empfunden wird.

Männer brauchen ungefähr 20 Minuten Pause, um erneut zum Orgasmus kommen zu können. Kurz danach sind sie oft für ein paar Minuten erschöpft und müde. Frauen haben danach eher ein das Bedürfniss zu kuscheln und zu schmusen, da ihre Erregung viel langsamer abklingt als beim Mann, sodaß die Frau nach dem Orgasmus noch erregter ist als der Mann zu diesem Zeitpunkt. Da die Erregung auch vor dem Höhepunkt anders verläuft, erreichen Männer und Frauen nur recht selten einen gemeinsamen Orgasmus.

3 Hilfestellungen, um es zum gemeinsamen Höhepunkt zu bringen:

  • spritzt der Mann zu früh ab, kann er zwischendurch die Frau lecken oder fingern
  • nach dem 1. Sex wird eine 2. Sexrunde eingeleitet
  • der Jen-Mo-Punkt wird gedrückt
  • beim Masturbieren, übt der Mann durch Konzentration den Samenerguss immer wieder kurz vorher zu verhindern

Orgasmen können schmerzlindernd wirken, da dabei Endorphine ausgeschüttet werden. Sex ohne Orgasmus ist kein Problem, wenn es mal passiert. Doch auf die Dauer ist das sehr unbefriedigend. Anstatt sich einzubläuen, Sex ist auch ohne Höhepunkt schön, sollten sie lieber mehr Zeit damit verbringen, sich selbst oder mit Hilfe ihres Partners, Sex-Spielzeugen, Masturbations-Techniken oder Ihrer sexuellen Phantasie einen Orgasmus zu verschaffen. Das bringt viel mehr Spaß.

Jeder Mensch empfindet seinen Höhepunkt anders: manche sind laut, andere still und in sich gekehrt, Wenige verfallen sogar in eine Art Trance. Menschen erleben Orgasmen auch bei der Masturbation, beim Petting oder ungewollt im Schlaf – in “Feuchten Sex Träumen”,

Ein vaginaler Orgasmus wird durch das eindringen des Penis und das stossen erreicht; ein klitoraler Orgasmus durch Reizung des Kitzlers. Besonders stark wird der Orgasmus einer Frau, wenn sie gleichzeitig penetriert und mit der Hand an der Klitoris gestreichelt wird.

Einen Orgasmus kann es auch geben, wenn man sich nicht bewegt, sondern nur die Becken-Muskeln spielen lässt: Nach dem Eindringen des Penis an- und entspannt die Frau ihre Vaginalmuskulatur – als wollte sie ihren Urin-Strahl stoppen – und der Mann schließt und öffnet seinen Po-Schließmuskel.

Orgasmusfördernd wirken:

  • im selben Takt wie der Partner atmen und denselben Sex-Rhythmus finden
  • seinen eigenen Körper durch Selbstbefriedigung genau zu kennen
  • seine Lust-Gefühle freien Lauf zu lassen und Sex wirklich zu genießen

Wichtig ist auch die Partnerwahl. Man muss sich über sexuelle Vorlieben austauschen können und diese auch teilen, wenn beide lieber aktiv und dominant sein wollen, kommt es unweigerlich zu Problemen. Je sensibler der Partner ist, um so besser kann er auf den anderen eingehen.

Leider gibt es keine ähnlichen Artikel in diesem Blog.

2 Kommentare to “Der kleine Tod – Orgasmus, Höhepunkt und Extase”


  1. [...] die Beine geöffnet wie ein Tor wußte sie plötzlich warum manche Menschen diesen Zustand den Orgasmus kleinen Tod nannten. Sie dachte sie würde es nie mehr schaffen aufzustehen, so leer fühlte sie sich, die [...]

  2. Hallo an die Verfasser/in dieses Artikels. Du bist leider nicht eingegangen auf “Orgasmus, der kleine Tod” sondern hast eine recht klinische Abhandlung über die Biologie des Geschlechtverkehrs geliefert.
    Was ist denn nun ein Orgasmus im erlebten, gelebten Sinne? Und warum “kleiner Tod”?

    Mehr dazu in meinem Blog.
    Es grüsst Nathalie von Sinne & Lust Tantra

    ANMERKUNG ZUM Beitrag der “saugeilen Gina”:
    Der “Tod” hat nichts damit zu tun sich “leer” zu fühlen. Denn, wie du dich fühlst beim Sterben, bzw. Tod kannst du gar nicht wissen. Bzw. die Menschen, die eine Nahtod Erfahrung hatten, die erzählen von “hochenergetischem und friedlichem Zustand”. Der Zustand von dem Du sprichst ist der Zustand “wenn man sexuell ausgesaugt wurde.


Auch was zu sagen?