Sadismus - Sadist - Sado
Unter Sadismus versteht man die Tatsache, dass ein Mensch sexuelle Befriedigung dadurch erfĂ€hrt, dass er einen anderen oder mehrere Menschen seelisch und/oder körperlich demĂŒtigt und quĂ€lt.
Der Begriff des Sadismus ist auf den französischen Schriftsteller Francois Marquis de Sade (1740-1814) zurĂŒckzufĂŒhren, der in seinen Werken sexuelle Erscheinungsformen und Abarten bis hin zu Folter und Lustmorde beschreibt.
1886 hat der Arzt Richard Freiherr von Krafft-Ebing das Wort “Sadismus” als Krankheitsbegriff fĂŒr das Empfinden von Lust durch ZufĂŒgen von Schmerz eingefĂŒhrt.
Sadismus lÀsst sich nach Ernest Borneman in drei Gruppen unterteilen:
Nichtsexueller oder psychischer Sadismus:
Personen mit nicht sexuellem oder psychischem Sadismus schikanieren Familienmitglieder und Untergebene, quĂ€len und demĂŒtigen Mitmenschen. Ihr Geschlechtsleben ist vielleicht roh und brutal, aber es ist frei von sadistischen Sexualpraktiken. Der psychische Sadist ist sich nicht bewusst, dass seine Neigungen einen sexuellen Ursprung haben.
Sexueller oder Konjunktions-Sadismus:
Diese Personen haben das BedĂŒrfnis, den Geschlechtsverkehr auszuĂŒben, indem sie anderen Menschen Schmerz zufĂŒgen und sie demĂŒtigen.
Perverser oder Kompensations-Sadismus:
Bei dieser Form des Sadismus ersetzt der Wunsch, anderen physisch Schmerzen zuzufĂŒgen und sie psychisch zu demĂŒtigen, das BedĂŒrfnis nach Geschlechtsverkehr. Die sexuellen WĂŒnsche, z.B. eine Frau auszupeitschen, leiten nicht mehr den Geschlechtsverkehr ein und vergröĂern auch nicht den sexuellen Reiz des Koitus, sondern ersetzen ihn ganz.
Menschen Schmerzen zuzufĂŒgen ist schlichtweg unakzeptabel. Daran noch Freude zu empfinden ist krank! Es sei denn es geht um âLust-Schmerzâ, wenn sadistisch angehauchte Handlungen Auslöser von schönen GefĂŒhlen werden oder sie intensivieren. Ein weiterer Kick liegt in der bloĂen Androhung von Gewalt, denn jemanden Schmerzen zuzufĂŒgen, ist auch ein sich herantasten, nicht nur an die Belastbarkeitsgrenze, sondern auch an die Tiefe und Innigkeit einer SM-Beziehung.
Um S/M-Praktiken als lustvoll zu empfinden, mĂŒssen vorher klar definierte Vereinbarungen getroffen werden. Wie weit die Dominanz geht, bestimmt nur zum Teil der sadistische Part. Der Masochist oder Sklave benutzt bestimmte Codewörter, um die Grenzen seiner Belastbarkeit aufzuzeigen. Denn all das soll der sexuellen Luststeigerung dienen und nicht dem wahllosen Foltern eines anderen Menschen. Was heute als schön empfunden wird, ist morgen schon unertrĂ€glich, was in bestimmten Situationen gut ist, ist in anderen vollkommen daneben.
Sadisten-Witz:
Familie Sadist beim Klettern in den Bergen. Mama stĂŒrzt ab. Alle lachen, nur Maxi weint. âWarum weinst Du?â, fragen die anderen. âIch hab’s nicht gesehen.â